Das Programm Stadtumbau Ost ist im Rahmen der Städtebauförderung als eines der jüngsten Bund-Länder-Programme aufgelegt worden. Es hat zum Ziel, die Attraktivität ostdeutscher Städte und Gemeinden als Orte des Lebens und Arbeitens zu sichern und zu erhöhen. Für den Stadtumbau werden in den Jahren 2002 bis 2009 insgesamt 2,5 Mrd. Euro bereitgestellt. Mit dem Programm soll eine Stärkung der Innenstädte, die Reduzierung des Angebotsüberhangs an Wohnraum und die Aufwertung der von Schrumpfungsprozessen betroffenen Städte erreicht werden. Auftakt des Programms war der im Jahr 2002 durchgeführte Wettbewerb Stadtumbau Ost.
Ausgehend von den Empfehlungen der Kommission Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Ländern ist es das Ziel des Programms Stadtumbau Ost, bis zum Jahr 2009 rund 350.000 der rund eine Millionen leerstehenden Wohnungen in Ostdeutschland abzureißen. Gleichzeitig werden städtebauliche Qualifizierungen durch Aufwertungsmaßnahmen gefördert.
In der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung (VV Städtebauförderung) legen Bund und Länder jährlich inhaltliche und finanzielle Rahmenbedingungen der Städtebauförderung fest. In der VV Städtebauförderung ist vorgesehen, die Bundes- und Landesmittel des Programms Stadtumbau Ost grundsätzlich zu gleichen Teilen für Rückbau- und für Aufwertungsmaßnahmeneinzusetzen.
Während der Rückbau zu 50% vom Bund und zu 50% vom Land gefördert wird, sind Aufwertungsmaßnahmen zu je einem Drittel von Bund, Land und Kommune zu finanzieren.
Ziel ist es, vorrangig solche Kommunen zu fördern,
In den Jahren 2002 bis 2005 wurden insgesamt 342 Kommunen (einschließlich Berlin) im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost gefördert.