Einordnung Fotodokumentation

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Am Trinitatisplatz vor der Sanierung, Sondershausen
Quelle: Ute Keyser, Stadtverwaltung Sondershausen

Lageplan Schwabhäuser Straße, Gotha
Quelle: Bärbel Ernst, Stadtverwaltung Gotha

Individuelles Einfamilienhaus, Gotha
Quelle: Bärbel Ernst, Stadtverwaltung Gotha

Kontext Zielsetzung Beschreibung Stand Innovation Quellen Kontakt

Projektdatenbank „Gute Beispiele“

 

Altenburg, Arnstadt, Bad Langensalza, Gotha, Heilbad Heiligenstadt, Kahla, Meiningen, Mühlhausen, Pößneck, Saalfeld, Schmalkalden, Sömmerda, Sondershausen, Weimar:

GENIAL zentral – Unser Haus in der Stadt
(Thüringen)
Beseitigung innerstädtischer Brachflächen für die Wohneigentumsbildung

 

Kontext

Auch die Städte in Thüringen wurden in den Jahren nach 1989 durch den wirtschaftlichen Strukturwandel, den Bevölkerungsrückgang und durch den daraus resultierenden Wohnungsleerstand stark geprägt. Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau Ost“ wird über verschiedene Programmbausteine gezielt die städtebauliche Entwicklung, der notwendige Rückbau des Wohnungsüberhangs, Instandsetzungs- und Modernisierungsinvestitionen gefördert. Das Bundesland Thüringen hat in Ergänzung und im Kontext des Programms „Stadtumbau Ost“ im Jahr 2002 die Initiative „GENIAL zentral – Unser Haus in der Stadt“ als einen weiteren Impuls für eine Revitalisierung der Innenstädte gestartet und versucht durch die gezielte Förderung von Eigentumsbildung in den Innenstädten die Zersiedelung des städtischen Umlandes zu mindern. Es wird eine kostengünstige Standortalternative zum Neubau auf der „Grünen Wiese“ angestrebt, vor allem für junge Familien mit Kindern. Durch Rückbaumaßnahmen entstandene innerstädtische Brachflächen sollen im Kontext von Stadtumbaumaßnahmen zu attraktiven Wohnstandorten entwickelt werden.
Im Jahr 2007 kam es zu einer inhaltlichen und räumlichen Erweiterung der Initiative. „GENIAL zentral - Entwicklung innerstädtischer Brachflächen“ stellt die Möglichkeiten der Nachnutzung von Brachflächen in Form von Wohnen, Dienstleistungen, Grünflächen, Gewerbe und Handel in den Mittelpunkt.

 

Zielsetzung

 

Kurze Projektbeschreibung

Initiative „GENIAL zentral – Unser Haus in der Stadt“ des Freistaates Thüringen beinhaltet folgende Einzelprojekte:
-Altenburg: Projekt „Pauritzer Straße“
-Arnstadt: Projekt „Obere Weiße“
-Bad Langensalza: Projekt „Enge Gasse“
-Gotha: Projekt „Schwabhäuser Straße“
-Heilbad Heiligenstadt: Projekt „Altes Brauhaus“
-Kahla: Projekt „Dammweg und Innenring“
-Meiningen: Projekt „Schwabenberg“
-Mühlhausen: Projekt „Allerheiligengasse/ Meißnersgasse“
-Pößneck: Projekt „Rotasym“
-Saalfeld: Projekt „Verpackungsmittelwerk“
-Schmalkalden: Projekt „Schlossküchenweg“
-Sömmerda: Projekt „Bürgergarten“
-Sondershausen: Projekt „Am Trinitatisplatz“
-Weimar: Projekt „Hinter der Badestube“

Diese 14 Thüringer Kommunen werden bei der Nachnutzung und Aufwertung von innerstädtischen Brachen zu Wohneigentum unterstützt. Dazu sind bestehende Programme des Wohnungs- und Städtebaus gebündelt worden. Bei den betroffenen Flächen handelt es sich um städtebauliche Missstände. Die Kommunen selbst sind überwiegend typische Thüringer Kleinstädte, wie Altenburg, Bad Langensalza oder Sömmerda. Das Pilotprojekt zielt auf die Verdichtung und Stabilisierung der gewachsenen Stadtstrukturen ab, um langfristig die Revitalisierung und Attraktivitätssteigerung der Innenstädte zu erreichen. Teilweise überhöhte Grundstückspreise, Umwelt-Altlasten und ungeklärte Eigentumsansprüche sind dabei wesentliche Hemmnisse, die es zu überwinden gilt. Im Rahmen der Initiative „GENIAL zentral – Unser Haus in der Stadt“ muss deshalb jede Kommune eine eigene Entwurfslösung entwickeln.
Die Folgeinitiative „GENIAL zentral - Entwicklung innerstädtischer Brachflächen“ wird teilweise in den Gemeinden, die sich bereits am vorherigen Projekt beteiligt haben, weitergeführt. Insgesamt nehmen 34 Kommunen teil, sodass eine breite Streuung der Projektstandorte über den Freistaat Thüringen erreicht wurde.

 

Umsetzungsstand

 

Innovation

Das Thüringer Innenministerium hat mit der Initiative „GENIAL zentral“ ein Konzept entwickelt, dass sich mit der Problematik der innerstädtischen Brachen sowie den Ursachen der Wohneigentumsbildung auf dem Land und den Bedürfnissen nach Individualität besonders der jungen Familien auseinandersetzt. Die Beispiele der Initiative zeigen, dass der Stadtumbau auch bei einer zurückgehenden Einwohnerzahl zu einer Revitalisierung der Innenstädte beitragen kann. „GENIAL zentral“ sorgt für Partizipation und gegenseitige Unterstützung der Gemeinden untereinander während der Planungsphase des innerstädtischen Stadtumbaus. Regelmäßig werden Arbeitstreffen durchgeführt, auf denen über die aktuellen Entwicklungen informiert wird.

 

Weiterführende Hinweise und Quellen

 

Ansprechpartner

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