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unsaniertes Hofgebäude
Lindenstraße 3-4 vor der Sanierung
und nach der Sanierung
Brandenburg an der Havel:
Umbau und Sanierung von Wohneigentum im denkmalgeschützten Altbaubestand
(Brandenburg)
Denkmalgerechte Sanierung und Umbau von innerstädtischen Wohn- und Hofgebäuden für das Mehrgenerationenwohnen, umgesetzt in privater Initiative selbstnutzender Eigentümer
Kontext
Die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel liegt 70 km westlich von Berlin und ist von der Raumplanung als Oberzentrum ausgewiesen. Bis 1990 war die Stadt ein bedeutender Stahlstandort und wichtiger Industriestandort in der ehemaligen DDR. Der mit der Wende einsetzende dramatische Umstrukturierungsprozess war mit einem massenhaften Abbau der Industriearbeitsplätze in der Stadt verbunden. Die Einwohnerzahl ging seit 1990 um rund 19 % zurück und beträgt inzwischen 73.000 Einwohner (Stand Dez. 2007).
Brandenburg an der Havel ist eine ausgeprägte Doppelstadt – knapp die Hälfte der Wohnungsbestände wurden bis zum Jahr 1948 errichtet, die andere Hälfte der Wohnungen (DDR-Wohnungsbau) befinden sich vor allem in den peripheren Großsiedlungen. Neben den Plattenbauvierteln weist die historische Altstadt die höchste Leerstandsquote mit ca. 27 % (Stand 2006) auf. Bisher wurden zwei Drittel der Gebäude in der Altstand saniert, aber es bleibt noch genug zu tun. So ist es wünschenswert, wenn durch privates Engagement historische Bausubstanz erhalten werden kann.
Zielsetzung
Kurze Projektbeschreibung
In der Lindenstraße 3-4 ist es einer jungen Familie gelungen, zwei Fachwerkhäuser und ein Hofgebäude für den Zweck des generationenübergreifenden Wohnens zu erwerben und zu sanieren. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz, befinden sich in unmittelbarer Zentrumsnähe im Sanierungsgebiet ‚Neustadt’ und grenzen direkt an die historische Stadtmauer. Die sanierungsbedürftigen und leerstehenden Objekte wurden denkmalgerecht unter Verwendung von ökologischen Baustoffen saniert. Die Finanzierung erfolgte vor allem durch Mittel für Stadterneuerung (Hülle), Stadtumbaumittel für „Wohneigentumsbildung in innerstädtischen Altbauquartieren“, Eigenleistungen für Planung und Innenausbau sowie Gelder der Kreditanstalt für Wiederaufbau.
Umsetzungsstand
Innovation
Mit der Sanierung der Wohnhäuser konnte ein Beitrag zum Erhalt des alten, beinahe dörflichen Charakters der ruhigen Wohnstraße geleistet werden. Die qualitative Aufwertung des Straßenbildes wirkt sich auf das umliegende Stadtgebiet positiv und entwicklungsfördernd aus. Dieses Beispiel zeigt, das es durchaus machbar ist, sich als privater Bauherr gleich zwei Gebäuden anzunehmen.
Weiterführende Hinweise und Quellen
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