Einordnung Fotodokumentation

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"Selbst Nutzer Treff" in Altenburg (Quelle: immothek Immobilien-Marketing-Service GmbH)

Gründerzeitobjekt in der Vermarktung, Heinrich-Zille-Straße (Quelle: immothek Immobilien-Marketing-Service GmbH)

Entwurf Stadthäuser an der Pauritzer Straße (Quelle: immothek Immobilien-Marketing-Service GmbH Leipzig)

Kontext Zielsetzung Beschreibung Stand Innovation Quellen Kontakt

Projektdatenbank „Gute Beispiele“

 

Altenburg:

Selbstnutzerinitiative Altenburg
(Thüringen)
Vermarktung innerstädtischer Baulücken und leer stehender Gebäude im Altbaubestand an Selbstnutzer

 

Kontext

Die thüringische Stadt Altenburg liegt im Osten des Freistaates, ca. 40 km südlich von Leipzig. Altenburg ist Kreisstadt und durch die Landesplanung als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums ausgewiesen. Die Region um Altenburg ist stark landwirtschaftlich geprägt und war einst bedeutendes Zentrum des mitteldeutschen Braunkohlenbergbaus, der karbochemischen Industrie sowie später auch des Uranabbaus (SDAG Wismut). Mit der Wende ging ein großer Teil der industriellen Arbeitsplätze verloren. Die Arbeitslosigkeit liegt mit 19,5% (Feb. 2008) deutlich über dem Durchschnitt des Bundeslandes.

Seit 1990 ist die Einwohnerzahl von Altenburg um ca. 27 Prozent auf ca. 37.000 Einwohner (Stand Ende 2006) zurückgegangen. Die mittelalterliche Altstadt (Residenzstadt) und die gründerzeitlichen Stadterweiterungen sind nach wie vor durch sehr hohe Wohnungsleerstände vom mehr als 30 Prozent (Stand 2006) geprägt. Die Stadt verfolgt deshalb seit einigen Jahren das Ziel, sowohl die leerstehenden Gebäude im Altbaubestand einer neuen Nutzung zuzuführen als auch die zahlreichen innerstädtischen Baulücken zu schließen. Im Interesse einer nachhaltig revitalisierten Innenstadt ist die Stadt Altenburg bemüht, die verfügbaren Gebäude und Flächen insbesondere an selbstnutzende Familien zu vermitteln und diese für innerstädtische Sanierungs- und Neubauprojekte zu gewinnen.

 

Zielsetzung

 

Kurze Projektbeschreibung

In Anlehnung an die erfolgreiche Leipziger Selbstnutzerinitiative hat die Stadt Altenburg deshalb im Juli 2007 eine eigene Initiative zur Gewinnung selbstnutzender Erwerber für innerstädtisches Wohneigentum aufgelegt. Die Selbstnutzerinitiative Altenburg bietet erschlossene innerstädtische Bauflächen auf Baulücken und Brachen für die Errichtung von Einfamilien- bzw. Reihenhäusern an und vermittelt unsanierte Altbauwohnungen.
Als zentrale Anlaufstelle für Kaufinteressenten wurde ein "Selbst Nutzer Treff" eingerichtet. Die Initiative berät und unterstützt die Kauf- und Bauwilligen bei allen organisatorischen Schritten. Aufgrund der Programmförderung durch den Freistaat Thüringen können die Beratungsleistungen kostenlos erfolgen. Daneben finden im "Selbst Nutzer Treff" Informationsveranstaltungen rund um das Thema „Bauen“ statt.

 

Umsetzungsstand

 

Innovation

Um die Innenstadtentwicklung Altenburgs durch Eigentumsbildung im Bestand und durch den Neubau auf innerstädtischen Brachflächen zu stärken, wird auf positive Erfahrungen aus einer anderen Kommune zurückgegriffen. Die erfolgreich in Leipzig tätige "immothek“ ImmobilienMarketing Service GmbH wurde mit der Umsetzung der Selbstnutzerinitiative beauftragt und bringt ihre bisherigen Erfahrungen in Altenburg ein. Interessierte Bauherren werden durch das umfangreiche Beratungsangebot bei der Eigentumsbildung in der Altenburger Innenstadt unterstützt.

 

Weiterführende Hinweise und Quellen

 

Ansprechpartner

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