Einordnung Fotodokumentation

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken (neues Fenster):

Leipziger Straße 1a (vorher), Quelle: DSK

Alexanderplatz 7, Quelle: DSK

Kontext Zielsetzung Beschreibung Stand Innovation Quellen Kontakt

Projektdatenbank „Gute Beispiele“

 

Finsterwalde:

Stärkung der Innenstadt
(Brandenburg)
„Bündnis für selbstgenutztes Wohneigentum in der Stadt“

 

Kontext

Die Stadt Finsterwalde liegt im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster und hat rund 18.693 Einwohnern (Stand 2006). Kurz nach der politischen Wende lebten noch knapp 23.000 Einwohner (Stand 1992) in der Stadt. Laut Prognosen wird dieser Trend des Bevölkerungsrückgangs auch in Zukunft anhalten, so dass für das Jahr 2020 von ca. 16.000 Einwohnern ausgegangen wird. Das durchschnittliche Alter der Einwohner wird von derzeit 45 Jahre auf etwa 51 Jahre steigen.
Finsterwalde ist seit 2002 am Programm Stadtumbau Ost beteiligt. Die besondere Problemlage spiegelt sich in einer gesamtstädtischen Leerstandsrate von 12 Prozent (Stand 2006) wider.

 

Zielsetzung

 

Kurze Projektbeschreibung

Im Rahmen des „Bündnisses für selbstgenutztes Wohneigentum“ wurden umfangreiche Vorleistungen (Machbarkeitsstudien, Öffentlichkeitsarbeit) für die Vermarktung von Baulücken und Sanierungsobjekten getroffen. Oberstes Ziel ist die Innenstadtstärkung, die unter anderem auch eine Wohneigentumsbildung anstrebt. Es existiert ein Innenstadtforum, in dem die Zusammenarbeit der Bündnispartner vertieft wird. Der Gewinn neuer Partner wird angestrebt. Von Seiten der Stadt wurde eine Potenzialkarte für Baulücken und Leerstandsobjekte erarbeitet, die Vorschläge zur Wohneigentumsbildung bereit hält und eine Unterscheidung nach Sanierungsobjekten und Neubau-Möglichkeiten vornimmt. Für die weitere Nutzung von bestimmten Baulücken und leerstehenden Gebäuden wurden Machbarkeitsstudien erstellt. In der Stadt wurde ein Bauherrenforum durchgeführt, bei dem sich Eigentumsinteressenten bei allen beteiligten Akteuren (Stadt, Sanierungsträger, Wohnungsunternehmen, Bauträger, Architekten, Sparkasse) direkt informieren konnten. In diesem Zusammenhang wurde eine Ausstellung zu sechs Machbarkeitsstudien eröffnet, in der eventuelle Möglichkeiten der Wohneigentumsbildung vorgestellt wurden. Daraus wurden sechs Falltypen abgeleitet, welche die breite Palette der Möglichkeiten für Wohneigentumsbildung in der Innenstadt darstellen:

* „Wohneigentum für Jedermann“ (Reihenhausneubau in Baulücke)
* „Fachwerkambiente mit Kamin“ (kleinteilige Bestandssanierung)
* „Wohnen und Arbeiten“ (Bestandssanierung in Kombination mit Gewerbe/Büro)
* „Gründerzeit und Industriearchitektur“ (Bestandssanierung Wohnhaus und Umbau eines
Industriegebäudes für Wohnzwecke)
* „Hofhaus“ (Umbau eines Miethauses mit mehreren Wohnungen zu einem Einfamilienhaus)
* „Kontorhaus“ (Anpassung eines problematischen Eckhauses an heutige Wohn-, Arbeits- und
Lebensbedürfnisse)

Diese Falltypen sind jeweils mit einem konkreten Standort hinterlegt, anhand dessen Grundaussagen (Bestandsfotos, Planzeichnungen, anschauliche Planungsbeschreibungen sowie Grunddaten für zukünftige Objekte mit Flächenangaben und Kosten) und Finanzierungsmöglichkeiten darstellt werden.
Die Machbarkeitsstudien wurden in der Sanierungszeitung sowie in einer Ausstellung veröffentlicht.

 

Umsetzungsstand

 

Innovation

Im Rahmen des „Bündnisses für selbstgenutztes Eigentum“ hat die Stadt Finsterwalde in Kooperation mit dem Sanierungsträger DSK und der Wohnungsgesellschaft das Thema Wohneigentumsbildung in der Innenstadt breit angelegt. Im Zuge dessen wurde das "Wohnen in der Stadt" in den Vordergrund gestellt, was neben der Eigentumsförderung auch das Mietsegment und altstadttypische Nutzungen gleichberechtigt mit einschließt. Im Rahmen der Initiative wurde ein Grundstücks-Pool mit derzeit 24 vermarktungsfähigen Sanierungsobjekten und Baulücken aufgebaut. Für die Initiative wurde ein spezielles Logo („Näher dran“) entwickelt, das allen Interessenten zur Nutzung und gewissermaßen als gemeinsame Werbeplattform und Imageträger zur Verfügung steht. Ausgewählte Projekte werden zudem in der Konzeptphase mit Grobchecks gefördert (u. a. das abgebildete Objekt Leipziger Straße 1a).

 

Weiterführende Hinweise und Quellen

 

Ansprechpartner

Navigationsgrafik: Nach oben
Stadtumbau Ost © 2004-2010 IRS-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung.
Im Auftrag des BMVBS vertreten durch das BBSR. Alle Rechte vorbehalten.
Realisierung :: Netzformat :: Internetagentur Berlin Stand dieser Seite: 11.03.10