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Baufelder im „Südöstlichem Stadtzentrum“, Luftbild 2007
Quelle: Stadt Frankfurt (Oder)

fertig gestellte Reihenhäuser,
Quelle: Stadt Frankfurt (Oder)

Mehrfamilienhaus,
Quelle: IRS

Kontext Zielsetzung Beschreibung Stand Innovation Quellen Kontakt

Projektdatenbank „Gute Beispiele“

 

Frankfurt (Oder):

„Stadt zum Wohnen"
(Brandenburg)
Wohneigentumsbildung im Südöstlichen Stadtzentrum

 

Kontext

Frankfurt (Oder) liegt an der deutsch-polnischen Grenze und ist mit 61.288 Einwohnern (Stand 31.12.2007) die viertgrößte Stadt Brandenburgs. Die Stadt erlebte in den letzten Jahren einen erheblichen Bevölkerungsrückgang, der sich in abgeschwächter Form auch in den nächsten Jahren weiter fortsetzen wird. Lebten 1992 noch 84.937 Einwohner in Frankfurt (Oder) so werden es im Jahr 2020 laut der dem Stadtumbaukonzept zugrunde gelegten Bevölkerungsprognose der Kommunalstatistik voraussichtlich nur noch 53.457 Einwohner sein. Auf diesen Einwohnerschwund muss sich die Stadt einstellen und dem weiter wachsenden Wohnungsleerstand entgegenwirken.

 

Zielsetzung

 

Kurze Projektbeschreibung

Innerhalb der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Südöstliches Stadtzentrum wurden durch die Herrichtung und Aufwertung des unmittelbaren Umfeldes die Grundlagen für eine erfolgreiche Wohneigentumsbildung geschaffen. Gemäß Satzungsbeschluss der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme soll das Gebiet als Verbindungsglied zwischen dem Stadtzentrum und der Gubener Vorstadt als Wohnstandort entwickelt werden. Im Flächennutzungsplan ist das Südöstliche Stadtzentrum als Wohnstandort ausgewiesen. Das Stadtzentrum sowie städtische Infrastruktur sind über kurze Wege erreichbar. Die Naherholungsgebiete, wie zum Beispiel die Oder oder der Anger, sind zu Fuß erreichbar. Als Anreiz zur verstärkten Wohneigentumsbildung in der Innenstadt hat die Stadt im Jahr 2004 – ergänzend zur Wohneigentumsrichtlinie des Landes Brandenburg - ein eigenes Förderprogramm für Selbstnutzer und Erwerber von Wohneigentum aufgelegt und eine städtische Richtlinie zur Förderung von Wohneigentum im Südöstlichen Stadtzentrum verabschiedet, die zunächst nur bis Ende 2006 in Kraft war. Aufgrund der guten Erfolge im Förderzeitraum und aufgrund der erneuten Auflage der Landesförderung in 2007 hat die Stadt Frankfurt (Oder) beschlossen die Förderung der innerstädtischen Wohneigentumsbildung ab 2008 fortzusetzen. Grundstückskäufer erhalten beim Erwerb kommunaler Grundstücke neben einer Grundförderung von 2.500 Euro weitere 2.500 Euro für jedes im Haushalt lebende unter 18 Jahren oder in Ausbildung befindliche Kind als Zuschuss von der Stadt. Dadurch wird eine gezielte Stärkung und Aufwertung des Zentrums unterstützt, die im Rahmen des Stadtumbaus mit Rückbauprozessen an den Rändern einhergeht.

In den Anfangsjahren konnten zunächst ohne städtische Wohneigentumsförderung zwei Baufelder mit 16 Reihenhäusern und 46 Eigentumswohnungen an lokale Bauträger veräußert werden. Darüber hinaus wurden durch die Stadt auf weiteren vier Baufeldern 38 Grundstücke direkt an die Enderwerber ohne Bauträgerbindung und bei freier Architektenwahl veräußert. Durch die zusätzliche städtische Förderung wurde der Standort trotz höherer Grundstückspreise in der Innenstadt konkurrenzfähig zu Standorten am Stadtrand und im Umland. Das städtebauliche Konzept sowie der Bebauungsplan enthalten Vorgaben für eine geschlossene Bebauung und die Integration der vorhandenen Altbebauung in der Fischerstraße. Durch die Wiederbelebung des Standortes konnten weitere Bauträger zur Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 51 WE gewonnen werden.

 

Umsetzungsstand

 

Innovation

Die Stadt Frankfurt (Oder) hat durch die zusätzliche Förderung einen konkurrenzfähigen innerstädtischen Wohnstandort zur Eigentumsbildung durch private Eigentümer geschaffen. Vor allem junge Familien konnten für das Südöstliche Stadtzentrum gewonnen werden. Damit wurde ein wesentlicher Beitrag zur weiteren Stärkung und Aufwertung des Zentrums in Frankfurt (Oder) geleistet. Parallel zur Aufwertung des Stadtzentrums erfolgt eine erhebliche Bestandsreduzierung in den randstädtischen Großsiedlungen der Stadt auf der Grundlage der beschlossenen Stadtumbaukonzepte.

 

Weiterführende Hinweise und Quellen

 

Ansprechpartner

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