Einordnung Fotodokumentation

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Plakat zur „Nacht der Baulücken“
Quelle: Architekturkreis Halle e.V

Interkulturelles Brachenfußballturnier bei der Aktion „Innenpfosten“ („Nacht der Baulücken“)
Quelle: Architekturkreis Halle e.V

„hANK“ Stadt sitzen, Aktion „Speed-Dating“
Quelle: Architekturkreis Halle e.V

Kontext Zielsetzung Beschreibung Stand Innovation Quellen Kontakt

Projektdatenbank „Gute Beispiele“

 

Halle:

Architekturkreis Halle e.V.
(Sachsen-Anhalt)
Architektonisch-künstlerische Interventionen im Stadtraum

 

Kontext

Durch den Zusammenschluss mit der bis dahin selbstständigen Stadt Halle-Neustadt wurde Halle (Saale) 1990 gleichzeitig zur „Doppelstadt“ und zur größten Stadt Sachsen-Anhalts. 1990 zählte Halle insgesamt 329.000 Einwohner, bis zum Jahr 2007 sank die Zahl jedoch um ca. 30 % auf rund 232.000 Einwohner.

Das durch die Zusammenlegung entstandene Nebeneinander von historisch gewachsener Stadt und moderner Neustadt prägt entscheidend den Charakter der Stadt Halle. Rund die Hälfte der Wohnungen befindet sich im Altbaubestand, der andere Teil in den vier Großsiedlungen Neustadt, Silberhöhe und Halle-Nord und Süd. Der gesamtstädtische Leerstand beträgt ca. 17 % (ca. 25.000 WE), auf Stadtteilebene sind die höchsten Leerstandsquoten in den innerstädtischen Quartieren, v.a. in der Historischen Altstadt sowie den innenstadtnahen Gründerzeitvierteln zu verzeichnen (rund 25 %, Stand 2005).

Mit dem Ziel, einen Beitrag zur Stabilisierung der innerstädtischen Quartiere zu leisten und Ideen für den Umgang mit der wachsenden Anzahl von Brachflächen in der Innenstadt zu entwickeln, veranstaltete der Architekturkreis Halle e.V. – ein Zusammenschluss von Architekten und Planern – im Sommer 2006 eine „Nacht der Baulücken“. Im darauffolgenden Jahr wurde vom Architekturkreis das quartiersübergreifende Projekt „hANK“ in der Innenstadt von Halle umgesetzt.

 

Zielsetzung

 

Kurze Projektbeschreibung

Die ersten Projektideen zur „Nacht der Baulücken“ wurden unter dem Namen „Lücken_füller“ im Rahmen eines Workshops der Architektenkammer Sachsen-Anhalt erarbeitet und anschließend vom Architekturkreis Halle e.V. weiterentwickelt. Mit Hilfe der Finanzierung durch private und öffentliche Sponsoren wurden im Juni 2006 sechs verschiedene Aktionen und Installationen im Stadtraum von Halle durchgeführt. Ziel war es, den Blick der Bewohner auf die ungenutzten Potenziale der Innenstadt zu richten und sie anzuregen, sich aus einem neuen Blickwinkel mit der sich stetig verändernden Stadt auseinanderzusetzen. Die Baulücken sollten so statt als „Schandflecken“ stärker als verfügbare städtische Freiräume mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ins Zentrum der Wahrnehmung rücken.

Nach der erfolgreich durchgeführten „Nacht der Baulücken“ entwickelte der Architekturkreis Halle e.V. die Idee für das Projekt „hANK“, eine Wortschöpfung aus Halle und Bank. Das Markenzeichen der Aktionen bildeten 50 rote Bänke mit dem Schriftzug „hANK“, die an verschiedenen Orten in der Innenstadt aufgestellt wurden und von den Bewohnern besetzt und neu platziert werden durften. Die Bänke sollten dazu einladen, den sich stetig verändernden Stadtraum aus neuer Perspektive zu erleben. Als Bankpaten konnten Gewerbetreibende und Selbständige gewonnen werden, die die Bänke vor ihre Geschäfte stellten und sich dafür verantwortlich zeigten.

 

Umsetzungsstand

 

Innovation

Im Rahmen ehrenamtlichen Engagements beschäftigen sich Architekten und Planer der Stadt Halle in architektonisch-künstlerischer Form mit Nachnutzungsmöglichkeiten von Brachen und Freiflächen in der Innenstadt. Ihre Ideen entwickeln sie zu umsetzungsfähigen Projekten, die zum Teil auf gesamtstädtischer Ebene realisiert werden („Nacht der Baulücken“ und „hANK“). Die unkonventionellen Projekte bieten den Bewohner und Nutzern der Innenstadt die Möglichkeit, neue Perspektiven auf die Stadt zu gewinnen und die Veränderung der Stadtstruktur auch als Möglichkeitsraum für neue Nutzungen und Qualitäten zu erkennen.

 

Weiterführende Hinweise und Quellen

 

Ansprechpartner

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