Einordnung Fotodokumentation

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Interkultureller Garten Marzahn/ Nord Quelle: IRS

Pachtgrabeland Oberweißbacher Straße Quelle: IRS

Koordinierungsstelle soll als Katalysator zwischen freien Flächen, Nutzungsinteressierten und verschiedensten Akteuren "Kommunizieren, Vermitteln, Suchen, Entwickeln und Speichern" Quelle: BBR

Kontext Zielsetzung Beschreibung Stand Innovation Quellen Kontakt

Projektdatenbank „Gute Beispiele“

 

Berlin-Marzahn-Hellersdorf:

Koordinierungsstelle Flächenmanagement Marzahn-Hellersdorf
(Berlin)
AUF DIE FLÄCHEN ... FERTIG ... LOS!

 

Kontext

Ein Schwerpunkt des Stadtumbaus in Berlin ist die am nordöstlichen Stadtrand gelegene Großsiedlung Marzahn-Hellersdorf, welche mit rund 100.000 Wohnungen die größte zusammenhängende Plattenbausiedlung Deutschlands ist. Aufgrund zunehmender Einwohnerrückgänge und dem Wandel der Bevölkerungsstruktur werden in den kommenden Jahren über 100 ha ehemals durch Gemeinbedarfseinrichtungen genutzte Flächen frei. Damit ein Teil der freien bzw. frei werdenden Gemeinbedarfsflächen einer Zwischennutzung zugeführt werden kann, beschloss das Bezirksamt im Herbst 2003 eine "Koordinierungsstelle Flächenmanagement" einzurichten. Die Arbeit der Koordinierungsstelle baut auf einem im Jahr 2002 erstellten Kataster über Flächenpotenziale und Nutzungseignung für diese Standorte auf. Sie ist eingegliedert in das im Rahmen des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts aufgestellte Leitbild "Von der Großsiedlung zur neuen differenzierten Stadtlandschaft".

 

Zielsetzung

 

Kurze Projektbeschreibung

Die "Koordinierungsstelle Flächenmanagement" ist ein ergänzendes Instrument zum Liegenschaftsfond Berlin, welcher bisher die alleinige Vermarktung öffentlicher Flächen aus dem Finanzierungsvermögen der Bezirke zur Aufgabe hatte. Durch die Koordinierungsstelle können die Flächen, welche im Finanzvermögen des Bezirks bleiben oder einem Fachvermögen des Bezirks zur Verwaltung übertragen werden, an „Zwischennutzer“ vermittelt werden. Die Koordinierungsstelle ist beim Stadtplanungsamt angegliedert und arbeitet sowohl mit bezirksamtsinternen als auch –externen Partnern zusammen. Als Kontaktstelle ist sie gleichsam Bindeglied und Katalysator für die am Stadtumbauprozess beteiligten Fachämter, potenziellen Nutzer, Eigentümer, Entwickler, Planer und Architekten. Das "Strukturmodell Koordinierungsstelle" soll durch "Kommunizieren, Vermitteln, Suchen, Entwickeln und Speichern" Pilotprojekte realisieren, Projekte durch Beratung und "Türöffner"-Funktion unterstützen, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung betreiben sowie die Entwicklung und Fortschreibung von Flächen-, Nutzungs- und Interessentendateien vorantreiben. Im Mittelpunkt des Pilotprojekts vom Berliner Senat und dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf steht die ganz praktische Begleitung von Projekten, Trägern, Interessierten und Ämtern nach der Formel "eine Stelle – ein Anlaufpunkt – ein Vermittler". Künftig ist vorgesehen, Standorte und Nutzungsangebote stärker publik zu machen sowie eine gute Kooperation mit dem Liegenschaftsfond in Berlin aufzubauen.

 

Umsetzungsstand

 

Innovation

Durch die Einrichtung der "Koordinierungsstelle Flächenmanagement" wurde ein Instrument geschaffen, welches die durch Schrumpfungsprozesse entstehenden Flächenpotenziale für die Bewohnerschaft des Quartiers und darüber hinaus nutzbar machen kann. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Institutionen, Vereine sowie Projektentwicklerinnen und Projektentwickler u.a. können ihre Ideen und Vorschläge einbringen, welche durch die Koordinierungsstelle gesammelt, geprüft und beraten werden. Zugleich werden Projektideen an potenzielle Nutzer transportiert. Ziel ist es, durch ein zunehmendes Spektrum von Projektansätzen mehr Gestaltungsspielraum bei zurückgehendem Nutzungsdruck zu ermöglichen sowie einen Kontakt zwischen potenziellen Nutzern und Stadtplanern herzustellen. Die Einrichtung einer "Schaltstelle" für die zielgruppennahe Vermittlung von städtebaulich verträglichen Zwischennutzungen oder auch dauerhaften Nutzungen begünstigt die Option auf „Selbstverwirklichung“ in der eigenen Umgebung und stärkt die Bindung ans Quartier. Dabei wird bürgerschaftliches Engagement ermöglicht, auch wenn bei insgesamt zurückgehender Bevölkerung wahrscheinlich nur ein Teil der verfügbaren Flächen neue Nutzer finden wird.

 

Weiterführende Hinweise und Quellen

 

Ansprechpartner

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