Einordnung Fotodokumentation

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken (neues Fenster):

Luftbild der Stadtteile Dierkow u. Toitenwinkel (Quelle: Stadt Rostock)

Wohnumfeldverbesserung Dierkow (Quelle: Stadt Rostock)

Wohnumfeldverbesserung Toitenwinkel (Quelle: Stadt Rostock)

Kontext Zielsetzung Beschreibung Stand Innovation Quellen Kontakt

Projektdatenbank „Gute Beispiele“

 

Hansestadt Rostock:

Stadtumbaumonitoring
(Mecklenburg-Vorpommern)
Qualitative Bewertung einzelner Stadtteile durch Monitoring

 

Kontext

Die Hansestadt Rostock ist mit 196.500 Einwohnern im Jahr 2004 das bedeutendste Oberzentrum in Mecklenburg-Vorpommern und stellt über die Stadt hinaus für Land und Umland wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leistungen bereit. Die Lage, die hohe Konzentration an Bildungseinrichtungen und Dienstleistungen und modernisierte Infrastruktur stellen wesentliche Standbeine für die Stadtentwicklung dar. Rostock arbeitet daran, seine Position im Ostseeraum im Rahmen der EU-Erweiterung zu verstärken. Trotz vergleichbar guter Entwicklungsvoraussetzungen hatte die Stadt in den Jahren zwischen 1990 und 2001 Bevölkerungsrückgänge von etwa 20% zu verzeichnen.

 

Zielsetzung

 

Kurze Projektbeschreibung

Zur Erstellung des Stadtentwicklungskonzeptes in Rostock wurde im Jahr 2001 für alle 21 Stadtteile anhand von 36 Indikatoren eine quantitative und qualitative Analyse vorgenommen. Hierzu wurden die Stadtteile anhand der drei Felder Sozioökonomie, Wohnungswirtschaft und Städtebau untersucht. Das Set basiert auf Basisdaten aus denen Einzelindikatoren gebildet werden. Die Datenverfügbarkeit wurde mit den Fachämtern Jugend und Soziales, Kommunale Statistikstelle, dem Bauamt, dem Schulverwaltungsamt und dem städtischen Sanierungsträger geprüft. Der sozioökonomische, wohnungswirtschaftliche und städtebauliche Entwicklungsstand im Stadtteil wird anhand ausgewählter Indikatoren gemessen (vgl. Abbildung oben links, zum Vergrößern bitte anklicken!).

Auf der Basis des Katalogs konnte für die Stadtteile nachfolgend eine Einordnung in die Kategorien „Erhaltungsgebiete mit und ohne Handlungsbedarf“, „Umstrukturierungsgebiete mit Handlungsdruck und mit abnehmendem Handlungsdruck“ vorgenommen werden. Anschließend wurden vier von fünf Umstrukturierungsgebiete mit dem größten Handlungsdruck einer vertieften Analyse unterzogen. Dazu wurden die städtebaulichen mit wohnungswirtschaftlichen Zielsetzungen überlagert und das Ergebnis sowohl planerisch als auch in Wohnungs- und Flächenbilanzen dargelegt.

Für den Aufbau und die Fortschreibung des Monitorings wurde eine privates Forschungsinstitut beauftragt, das ebenfalls das Landesmonitoring in Mecklenburg-Vorpommern betreut. Vom Verfahren her stellen die Fachämter diesem Institut einmal jährlich zum Stichtag 31.12. in Form von Exceltabellen ihre Daten per Email zu. Im Gegenzug erhalten alle Fachämter das jährlich fortgeschriebene Monitoring.
Die Datenbanken werden in Excel oder in Access erstellt und mit der digitalen Stadtkarte verknüpft. Für die Gesamtstadt erfolgt eine Auswertung auf Stadteilebene, für die Fördergebiete auf Ebene der Wohngebäude.

Im Jahr 2004 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern den Stadtumbaustädten für die folgendenden Jahre zur Auflage gemacht, ein regelmäßiges Monitoring durchzuführen und gleichzeitig das Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK) fortzuschreiben. Um Vergleichbarkeit zu gewährleisten, sollen sich die Städte sich an ein vorgegebenes Indikatorenset orientieren. Aufgrund des ähnlichen Aufbaus kann das kommunale Stadtumbaumonitoring in Rostock einfach in das Landesmonitoring überführt werden.(Informationen zum Landesmonitoring s. unter weiterführende Hinweise und Quellen)

 

Umsetzungsstand

 

Innovation

Die Hansestadt Rostock gilt gemeinsam mit der Hansestadt Wismar als Vorbild für das Mecklenburger Monitoring, da beide Städte seit nunmehr vier Jahren erfolgreich mit diesem Instrument arbeiten.

Der Wert und Nutzen des Monitorings der Hansestadt Rostock wird vor allen in folgenden Aspekten gesehen:
* Umsetzung der Daten/Indikatoren in übersichtlicher Form – Stadtkarten, Stadtteilkarten und auf Gebäudeebene;
* Arbeitsmaterial für die Fachämter der Stadt und der Wohnungsunternehmen und andere am Planungsprozess Beteiligte;
* Grundlage für die Erarbeitung bzw. Fortschreibung der Rahmenpläne bzw. für die Erstellung von Maßnahmeplänen oder Umsetzungskonzepten;
* Grundlage für die Erarbeitung bzw. Fortschreibung der FNP;
* Grundlage für Fortschreibung der Bevölkerungs-, Haushalts- und Wohnungsnachfrageprognosen;
* Grundlage für die Bewertung der Wirksamkeit des effektiven Fördermitteleinsatzes, Vermeidung von Fehlentscheidungen;
* Instrument zur Einwerbung neuer Fördermittel;
* Instrument zur Werbung von Investoren und aussagefähiges Instrument gegenüber Banken.

 

Weiterführende Hinweise und Quellen

 

Ansprechpartner

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