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Quartier Turower Straße
Quelle: Kühne
Quartier Turower Straße
Quelle: Kühne
Quartier Turower Straße
Quelle: Kühne
Cottbus:
Sachsendorf-Madlow: Quartier Turower Straße
(Brandenburg)
Quartiersentwicklungskonzept als Grundlage zur Umsetzung für den Stadtumbau
Kontext
Cottbus ist wie viele andere ostdeutsche Städte seit einigen Jahren mit den Prozessen des Einwohnerrückganges und der wirtschaftlichen Stagnation konfrontiert. Die Stadtentwicklung wird in der nächsten Zeit vor allen Dingen durch den Stadtumbau gekennzeichnet sein. Mit einem Rückbauziel von über 5.000 WE bis zum Jahre 2015 stellt Sachsendorf-Madlow dabei das Schwerpunktgebiet innerhalb der Stadt Cottbus dar und wurde unter diesen besonderen Anforderungen im Jahr 2001 als städtebauliches Sanierungsgebiet sowie 2002 als Stadtum-baugebiet ausgewiesen. Im Jahr 2002 wurde durch den Rückbau von Hochhäusern das Pilotprojekt Stadthäuser aus Rückbauelementen eines Plattenbaus umgesetzt (LINK Projekt-datenbank).
Das Quartier Turower Straße als ältestes Wohngebiet der Großsiedlung zeichnet sich durch seine zentrale Lage und gute Ausstattung (Schule, Kita, soziokulturelles Zentrum) aus. Es fanden jedoch in den 1990er Jahren keine umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen statt, so dass der Leerstand im März 2001 bei 27 % lag. Zu diesem Zeitpunkt lebten im Quartier noch 1.140 Einwohner. Nachdem das Wohngebiet im Jahr 1997 bereits in das Bund-Länder-Förderprogramm „Städtebauliche Weiterentwicklung großer Neubaugebiete“ aufgenommen worden war, wurde Sachsendorf-Madlow 1999 Fördergebiet des Bund-Länder-Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“. Auf dieser Basis wurde im Juni 2000 der Umbau einer ehemaligen Kindertagesstätte im Quar-tierhof zum soziokulturellen Zentrum begonnen und 2001 abgeschlossen. Die Vorbereitung und Durchführung des Quartierumbaus begann 2001 in einer besonderen Koppelung privater und öffentlicher Maßnahmen.
Zielsetzung
Kurze Projektbeschreibung
Auf Grund seiner zentralen Lage innerhalb des Wohngebietes Sachsendorf-Madlow ist das Quartier als Erhaltungs- und Aufwertungsbereich festgelegt worden. Gemäß dem im Februar 2002 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Quartiersentwicklungskonzept dienen kleinteilige Rückbaumaßnahmen - anders als bei großflächigen Abrissmaßnahmen in den Neuordnungsbereichen - dem Ziel der nachhaltigen Stabilisierung und Nachnutzung der freigewordenen Flächen für Wohnumfeldmaßnahmen.
Im Jahr 2002 wurde mit der Realisierung von Rückbau von Gebäuden sowie dem Umbau und Modernisierung von Wohnungen begonnen. Im Anschluss daran fand die Umgestaltung der Wohngrundstücke (Aufwertung Wohnumfeld, Stellplätze) statt. Es ist vorgesehen, die Aufwertungsmaßnahmen bis 2006 abzuschließen.
Umbau und Abriss wurde und wird aus einem Fördermittelmix aus den Programmen „Weiterentwicklung großer Neubaugebiete“, „Stadtumbau Ost“, „Soziale Stadt“ sowie Finanzie-rungen durch Wohnungsbaudarlehen (ModInstR und KfW), Stadterneuerungsmittel (Sanie-rungsgebiet) und sektoralen Fördermittel (Schulen) finanziert.
Umsetzungsstand
Innovation
Die Quartierentwicklung Turower Straße kann als modellhaft eingeschätzt werden. Die Voraussetzungen stellten das enge und möglichst frühzeitige Kooperieren der öffentlichen Hand, deren Beauftragter und der Wohnungsunternehmen sowie eine effiziente Bündelung privater und öffentlicher Mittel dar.
Des weiteren konnte durch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept eine ganzheitliche Behandlung aller städtebaulich relevanten Anforderungen gewährleistet werden. Trotz anfänglicher Zurückhaltung im Umgang mit der Schrumpfungsthematik in der breiten Öffentlichkeit fand im Rahmen des Umbauprozesses eine offene und konkrete Bürgerinformation statt. Drei ergänzende Workshops in den Jahren 2001, 2003 und 2004 halfen bei der Vorbereitung, der Durchführung, dem weiteren Vorgehen des Umbauprozesses und der Ergebniskontrolle. Bei dem gesamten Umbauprozess des Quartiers wurde großen Wert darauf gelegt, dass eine Bündelung der baulichen Maßnahmen mit gezielten Maßnahmen zur sozialen Stabilisierung des Quartiers stattfindet. Sehr positive Erfahrungen konnten in diesem Zusammenhang mit dem neuen soziokulturellen Zentrum gemacht werden.
Weiterführende Hinweise und Quellen
Ansprechpartner